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Was kostet eine neue Badewanne?

Duravit XViu Badewanne

Was kostet eine Badewanne |Foto: Duravit XViu

Klar können Sie das im nächsten Baumarkt oder Onlineshop ratz-fatz rauskriegen.

Genauso schnell wird aber klar:

Mit der Wanne allein ist es nicht getan.

Denn sie ist beim Badewannenkauf nur eine Variable unter vielen, die den Preis der fertig montierten Badewanne beeinflussen.

Badewannen-Preise präzise vergleichen? Tricky.

Viel hilfreicher: Zu wissen, was Badewannen tatsächlich teurer oder billiger macht.

Und mit diesem Wissen statten wir Sie jetzt aus.

Kostenfaktor 1: Der Einbau

Badrenovierer können beim Badewannen-Kauf zwischen verschiedenen Einbauvarianten wählen:

  1. Badewanne wird in einen Wannenträger eingesetzt, anschließend verfliest oder verkleidet
  2. Badewanne steht frei im Raum
  3. Badewanne ist an einer Seite an der Wand montiert der Rest steht frei ("Vorwand-Badewanne")

Vom Kaufpreis deutlich die günstigsten Badewannen finden sich in Gruppe 1, zu der die allermeisten Rechteckbadewannen gehören, aber auch Eckbadewannen, Raumsparbadewannen oder Badewannen mit Duschzone.

Ihnen gemeinsam ist, dass sie nur stabil stehen können, wenn sie verkleidet sind. So kommen zum Preis der Wanne auch das Drumherum, zumeist ein Wannenträger und die entsprechenden Fliesen.

Freistehende Badewannen sowie Vorwand-Badewannen sind in der Anschaffung deutlich teurer, müssen jedoch nicht extra verfliest werden.

Als Überblick und erster Vergleich hier drei Beispiele für jede Einbauvariante mit Preis:

Rechteckbadewanne

Kaldewei "Conoduo"

  • Maße: 180 x 80 cm
  • Preis: 820 Euro

Freistehende Badewanne

Duravit "Happy D.2"

  • Maße: 180 x 80 cm
  • Preis: 2150 Euro

Vorwand-Badewanne

Villeroy & Boch "Collaro"

  • Maße: 180 x 80 cm
  • Preis: 1420 Euro

Kostenfaktor 2: Das Material

Nach der Einbauvariante nächster Kostenfaktor ist das Material, wo in den letzten Jahren vor allem der Werkstoff Mineralguss den beiden Klassikern Sanitäracryl und Stahlemail ernsthaft Konkurrenz macht.

Und die Preise? Sehen so aus:

  1. Badewannen aus Sanitäracryl sind am günstigsten, dabei aber langlebig und pflegeleicht
  2. Stahlemailbadewannen liegen preislich etwas höher als Acrylwannen, gelten aber als robuster, außerdem geben Marken wie Kaldewei und Bette auf ihre Wannen satte 30 Jahre Garantie
  3. Mineralgussbadewannen sind die teuersten, sie sind stabil und dennoch hervorragend formbar, weshalb viele Mineralgussbadewannen auch besonders schön gestaltet sind.

Zur Illustration hier noch mal alle drei mit Preis:

Acrylbadewanne

Ideal Standard "Hotline"

  • Maße: 180 x 80 cm
  • Preis: 180 Euro

Stahl-Email Badewanne

Kaldewei "Cayono Duo"

  • Maße: 180 x 80 cm
  • Preis: 370 Euro

Mineralgussbadewanne

Villeroy & Boch "My Art"

  • Maße: 180 x 80 cm
  • Preis: 600 Euro

Kostenfaktor 3: Die Wannenarmatur

Ihre Kosten hängen eng mit der Wahl des Wannentyps zusammen.

Grundsätzlich haben Sie folgende Wannenarmaturen zur Auswahl:

  1. Wandarmaturen für die Badewanne sind die häufigsten und mit 50 Euro aufwärts auch die günstigsten. Da Wannenarmaturen genormt sind, können sie bei Renovierungen einfach ausgetauscht werden.
  2. Etwas höher im Preis liegen Wannenrandarmaturen, die entweder in den Wannenrand selbst oder auf einer Fläche neben der Badewanne montiert werden
  3. Standarmaturen für freistehende Badewannen sind die teuersten Wannenarmaturen, da sie nicht nur technisch aufwändiger sind, sondern auch optisch einen hohen Stellenwert haben. Oft steht hinter ihnen auch die Arbeit renommierter Designer, die die Armatur zu etwas Besonderem machen.

Wannenarmatur wandmontiert

Hansgrohe "Ecostat E"

  • Preis: 250 Euro

Wannenrandarmatur

Herzbach "Design iX"

  • Preis: 750 Euro

Freistehende Wannenarmatur

Treos "Serie 195"

  • Preis: 790 Euro

Kostenfaktor 4: Zusatzausstattung und Extras

Badewanne mit Beleuchtung

Badtrend: Wannenbeleuchtung |Foto: Riho

Manche Kosten für eine Badewanne sind offensichtlich, wie die Armatur oder der Einbau. Andere fallen Badkäufern erst auf, wenn sie sich näher mit der Badeinrichtung beschäftigen.

Deshalb hier unsere Liste an Extras, die eine Badewanne toller, aber auch teurer machen:

  1. Pflegeleichte Beschichtungen, zum Beispiel "Perl-Effekt" von Kaldewei, die dafür sorgt, dass Wasser und Schmutz schlechter haften und die Badewanne einfacher zu reinigen ist (Aufpreis je nach Modell und Marke: ca. 100 Euro)
  2. Rutschhemmende Oberflächen, die die Sicherheit beim Ein- und Aussteigen in die Wanne verbessern (Aufpreis ca. 150 - 200 Euro)
  3. Farben oder Farbakzente - hierbei gilt: Farben sind grundsätzlich teurer als Weiß, egal ob es sich um eine farbige Schürze oder eine komplett durchgefärbte Wanne handelt
  4. LED-Beleuchtung: Einer der Badtrends 2020, der Badewannen innen wie außen zum Leuchten bringt
  5. Whirlsysteme: Machen aus der Wanne ein kleines Home-Spa. (Aufpreis: ab 1000 Euro)
  6. Komfortelemente aller Art, wie Wannenbrücken, Wannenkissen, Badewannengriffe etc.

Badewannen - Kosten kennen lohnt sich

Das waren sie unsere Tipps rund um die Kosten für die neue Badewanne.

Zugegeben. Etwas aufwändiger als ein Internet-Preisvergleich, aber auch deutlich effektiver.

Denn wer die Kostenfaktoren kennt, weiß, was hinter höheren Preisen steckt.

Und wie sich beim Badewannenkauf bares Geld sparen lässt.


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