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Badezimmer-Böden:
5 Ideen von Fliese bis Vinyl

Bad mit rose Wänden und blauer Dusche von Villeroy & Boch

Badidee: Villeroy & Boch

Ja, leicht hat er's nicht, der Badezimmerboden.

Er muss Nässe vertragen, nett zu nackten Füßen sein, pflegeleicht - und dabei immer verdammt gut aussehen.

Den idealen Badezimmerboden finden?

Eine wichtige, aber nicht immer leichte Entscheidung.

Daher heute von uns - für Sie:

Unsere TOP 5 der Badezimmerböden mit ihren Vor- und Nachteilen.

Los geht's gleich mit Nr. 1:


Bodenbelag #1: (Keramik-)fliesen

Bad mit freistehender Badewanne von Kaldewei

Badidee: Kaldewei

Bodenfliesen fürs Bad bestehen meist aus Keramik - genauer aus Steinzeug, das im Gegensatz zum grobporigeren Steingut auch ohne Glasur wasserundurchlässig ist.

Steinzeugfliesen werden nach dem Brennen geschliffen, geschnitten und poliert, optional gibt es sie mit und ohne Glasur.

Die Vorteile von Fliesen im Überblick:

  • Vielseitig: von Mosaik bis XL, von weiß bis schwarz, als Rechteck oder abgerundet - alles verfügbar
  • Nachhaltig: dank ausschließlich natürlicher Rohstoffe
  • Robust und unempfindlich gegen Flecken
  • Genügsam: Auffrischen, Ölen oder Schleifen nicht notwendig
  • Günstig: gute Fliesen sind schon für kleines Geld zu haben

Und die Nachteile?

Sind für viele das kühle Gefühl, (vor allem ohne Fußbodenheizung) sowie die Fugen, die mit der Zeit altern und Schmutz ansetzen können.

Womit sich Fugen im Bad vermeiden lassen? 5 Ideen - hier.


Bodenbelag #2: Vinyl

Schmales Bad in Weiß und Grau

Vinyl für Renovierungen

Nennt sich auch Designboden und ist einer DER Bodentrends der letzten Jahre.

Gefertigt werden Vinylboden-Paneele aus Polyvinylchlorid (PVC), einem elastischen, widerstandsfähigem Kunststoff.

Wichtig fürs Badezimmer ist die Verwendung von feuchtraum-geeigneten Vinyl - hier gibt es verschiedene Qualitäten, die teils auch für dauerhaft nasse Bereiche, wie die Dusche geeignet sind.

Insgesamt bieten Designböden aus Vinyl viele Vorteile, die sie für Neubauten und Renovierungen gleichermaßen interessant machen:

  • Vielseitig: Dekore in allen Varianten möglich, auch im Holz- oder Steinlook
  • Schnell und einfach: Verlegen dauert 1-2 Tage, keine Demontage von alten Böden nötig
  • Günstig: Sowohl beim Kauf, als auch bei der Montage
  • Pflegeleicht: Keine Fugen, kann gesaugt oder gewischt werden
  • Leise: Schritte sind auf Vinyl deutlich leiser als auf härteren Böden
  • Fußwarm: Auch in kühlen Bädern

Minuspunkte gibt's für mögliche Kratzer, die auf der weichen Oberfläche entstehen können (zum Beispiel beim Möbelrücken) sowie für die schlechtere Ökobilanz gegenüber Keramik oder Marmor.

Was Sie beim Bad-Einrichten für Nachhaltigkeit tun können? 6 Tipps.


Bodenbelag #3: Naturstein

Bad mit Marmorfliesen und goldenen Armaturen

Badidee: Hansgrohe

Naturstein ist ein Sammelbegriff für verschiedene natürlich gewachsene Gesteine mit ähnlicher Optik und Eigenschaften.

Beliebte Natursteine fürs Bad sind Marmor, Schiefer, Granit und Travertin, verlegt werden diese in Form von Bodenfliesen.

Damit der Naturstein lange schön bleibt, ist es wichtig, fürs Bad imprägnierte Fliesen zu verwenden.

Als Bodenbelag glänzen Marmor & Co. mit folgenden tollen Eigenschaften:

  • Schick: dank natürlicher Struktur, Farben und Körnung wirkt Naturstein immer individuell und besonders
  • Nachhaltig: 100% natürlich und später problemlos weiterzuverwenden oder zu recyceln
  • Warm: Dank kleiner Hohlräume ist Stein ein hervorragender Wärmeleiter und -speicher, vor allem mit Fußbodenheizung sehr angenehm
  • Robust: Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit sind kein Problem
  • Rutschhemmend: Aufgeraute Natursteine funktionieren gut als rutschhemmender Boden
  • Pflegeleicht: Abfegen oder etwas lauwarmes Wasser - fertig

Zugegeben, ganz billig sind sie nicht, die Natursteinfliesen, hier lohnt in jedem Fall, sich über die verschiedenen Möglichkeiten in einem Natursteinhandel beraten zu lassen.

Sie wollen Kosten sparen bei der Badrenovierung? 14 Tipps - hier.


Bodenbelag #4: Beton

Bad mit Betonboden

Lässig & cool

Vielseitig, lässig - und mit echtem Wow-Faktor.

Betonböden sind in den letzten Jahren zum Trend in vielen Wohnbereichen geworden.

Er wird im flüssigen Zustand in eine Schalung gegossen und härtet dort aus - wichtig für Beton im Nassbereich ist eine abschließende Versiegelung, damit kein Wasser eindringen kann.

Und das sind die Vorteile von Betonböden:

  • Vielseitig: von hell bis dunkel, von schlicht bis farbig
  • Gut fürs Raumklima: Beton funktioniert als natürliche Dämmung - im Sommer kühl, im Winter warm
  • Fugenlos: lässt kleine Bäder auch größer wirken
  • Robust und langlebig
  • Pflegeleicht: Hier unbedingt auf eine gute Beschichtung achten

Und die Minuspunkte? Liegen im vergleichsweise hohen Preis und dem Gewicht, der Betonböden nicht überall möglich macht.

Wer trotz mangelnder Statik nicht auf den Betonlook verzichten möchte, kann alternativ auf Betonfliesen ausweichen.


Bodenbelag #5: Holz

Bad mit Holzboden von Roca

Badidee: Roca "Inspira"

Hiervor schrecken viele zurück - dabei ist Holz durchaus als Boden im Bad geeignet.

Empfehlenswert, weil natürlich wasserabweisend ist beispielsweise Parkett aus Harthölzern, wie Eiche, Esche, Robinie oder Ahorn.

Und diese Vorteile bieten sie:

  • Fußwärme: selbst bei niedrigeren Oberflächentemperaturen fühlt sich Holzboden immer angenehm an
  • Gute Wärmedämmung und angenehme Raumakustik
  • Robust und äußerst langlebig: Echtholzparkett hält mindestens 25 Jahre
  • Natürlich und umweltfreundlich
  • Praktisch: da auch gut mit Fußbodenheizung kombinierbar

Zugegeben, Parkett im Bad braucht Zuwendung. So sollten Sie Wasserspritzer schnell trocknen und die Fußmatte möglichst nicht feucht auf dem Holzboden liegenlassen.

Weiterer Minuspunkt ist der Preis: So sollten Sie für feuchtraumgeeignetes Parkett mit etwa 80 bis 100 Euro pro Quadratmeter rechnen - plus Verlegung vom Fachhandwerker.

Und Laminat? Ist nicht für Feuchträume geeignet, eine Ausnahme bildet speziell vorbehandeltes und imprägniertes Feuchtraumlaminat aus dem Holzfachhandel.

Mehr Badideen rund ums Holz? Unser Ratgeber - hier.


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Bilder: Bild 3: r_architecture / Unsplash ; Bild 5: Bilal Mansuri / Unsplash;