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Badezimmer selbst renovieren:
Ja oder Nein?

Sie sind unsicher.

Eigentlich möchten Sie bei der Badmodernisierung gern mit anpacken.

Doch was, wenn Sie sich zu viel vornehmen? Es versauen. Sich verletzen.

Und statt zu sparen am Ende draufzahlen?

Entspannen Sie sich – denn mit ein paar einfachen Fragen lässt sich klären, wie viel “Do-it-yourself” für Sie (und Ihr Badezimmer) gesund ist.

Klingt gut? Dann Ärmel hochkrempeln – und lesen:

Frage 1: Was ist genau zu tun?

Ob neue Lampe oder Komplettrenovierung: Jedes Badupdate besteht aus verschiedenen Arbeitsschritten.

Wenn Sie also vorhaben, Ihr eigener Handwerker zu sein, ist es eine gute Idee, sich jeden Schritt vorab zu überlegen. Und möglichst genau zu notieren.

Farbrolle

Foto: dan / freedigitalphotos.net

Nehmen wir an, Sie möchten Ihr Bad neu streichen. Ihr Plan dafür könnte so aussehen:

  1. Alte Farbe abmachen
  2. Unebenheiten ausgleichen
  3. Neue Farbe aussuchen
  4. Farben und Material kaufen
  5. Abkleben
  6. Grundieren
  7. Streichen
  8. Saubermachen

Der Vorteil dabei? Sie stellen ganz schnell fest:

  • Was genau tun ist.
  • Ob die einzelnen Arbeiten für Sie machbar sind.
  • Ob Sie auf das Projekt wirklich Lust haben

Ein DIY-Projekt ist erfolgreich, wenn Sie wissen, was genau zu tun ist.

Kommen Sie zu Beginn schon ins Stocken, sollten Sie weiter recherchieren und sich informieren. Oder es an jemanden übergeben, der sich auskennt.

Frage 2: Wie fit sind Sie handwerklich?

Ganz ehrlich. Badrenovierungen sind nicht einfach.

Gerade bei der Installation oder Elektrik können durch Fehler schnell teure Schäden entstehen. Oder noch schlimmer: Sie bringen sich und Ihre Familie in Gefahr.

Wasserwaage

Foto: Marius Graf / fotolia.com

Seien Sie daher im Vorfeld unbedingt ehrlich, was Ihre handwerklichen Qualitäten angeht.

Ein erster Check gelingt mit folgenden Fragen:

  • Wissen Sie, welche Werkzeuge Sie für Ihr Vorhaben brauchen – und was diese Werkzeuge können?
  • Fühlen Sie sich wohl, wenn Sie mit diesen Werkzeugen arbeiten?
  • Wie gut kennen Sie sich mit den Materialien aus – wissen Sie genau, was Sie einkaufen müssen?
  • Fällt es Ihnen leicht, nach Anleitung zu arbeiten – zum Beispiel von einem Youtube-Video?
  • Sind Sie geduldig genug, auch monotone Arbeiten zu machen – wie Räume vor dem Streichen abzukleben oder Fliesen eine nach der anderen aufzubringen?
  • Sind Sie schnell frustriert, wenn Sachen daneben gehen?
  • Lieben Sie es, sich dreckig zu machen?
  • Haben Sie Freunde oder Bekannte, die Sie im Notfall unterstützen können?

Tipp! Wenn Sie fit und motiviert, aber noch unerfahren sind, starten Sie klein! Tapezieren Sie zum Beispiel erst ein abgelegenes, unwichtigeres Zimmer – und machen Sie sich dann erst an Ihr neues Gäste-WC.

Frage 3: Passt das Projekt zeitlich in Ihr Leben?

Mann und Junge spielen Playstation

Foto: WavebreakmediaMicro / fotolia.com

Wer selbst renoviert, braucht Zeit.

Am Feierabend. Am Wochenende. Im Urlaub.

Und die Zeit, die Sie auf Ihrer “Baustelle Bad” verbringen, fehlt Ihnen für Entspannung und Spaß.

Für Ihre Hobbys. Ihre Familie und Freunde. Oder einfach für gemütliche Stunden auf der Couch. 

Daher unser Tipp: Schauen Sie, wie lange Sie für Ihr Badezimmerprojekt in etwa benötigen und wieviel Zeit Sie tatsächlich frei machen können und möchten.

Rechnen Sie auch immer einen zeitlichen Puffer mit ein, falls etwas nicht gleich klappt oder sogar ganz daneben geht.

Checken Sie bei größeren Arbeiten auch, wie lange Sie ohne Ihre Toilette, Dusche oder Ihr gesamtes Badezimmer auskommen müssen.

Denn anders als bei anderen Heimwerkerprojekten ist hinter Badrenovierungen immer ein wenig mehr Druck. Schließlich brauchen Sie Ihr Bad ja irgendwann wieder. Und immer bei nachbars auf die Toilette gehen macht auf Dauer auch keinen Spaß…

Frage 4: Wieviel werden Sie tatsächlich sparen?

Steuererstattung hin oder her: Arbeitskosten von Handwerkern sind teuer.

Euro Münzen

Foto: freedigitalphotos.net

Doch auch Ihre Zeit ist Geld wert.

Wieviel? Das können Sie erstaunlich leicht feststellen: Mit dem Preisschild-Trick.

Überlegen Sie dazu einfach für jeden Arbeitsschritt, was Sie dafür ausgeben würden, wenn ihn ein anderer für Sie macht.

Eine Beispielrechnung fürs “Neu-Tapezieren” könnte etwa so aussehen:

  •  Alte Tapete abmachen: 300 Euro
  •  Wände für die neue Tapete vorbereiten: 150 Euro
  •  Tapetenmenge berechnen, Tapeten & Kleister einkaufen: 50 Euro
  •  Raum ausräumen, Tapeziertisch aufbauen, Kleister anrühren… Und so weiter.

Gehen Sie so jeden Arbeitsschritt einzeln durch und fragen Sie: “Was würde ich dafür ausgeben?” Fragen Sie immer weiter und erhalten Sie so einen ganz individuellen Gesamtpreis, den Sie sogar mit einem Handwerkerangebot vergleichen können.

So sehen Sie, ob sich Ihr DIY-Einsatz wirklich lohnt – oder ob Ihnen Ihre Zeit und Mühe zu schade ist.

Frage 5: Können Sie gut mit Schönheitsfehlern leben?

Stellen Sie sich vor. Sie fliesen Ihr Bad selbst – und schauen ab jetzt 20 Jahre auf Ihre nicht ganz exakt gezogenen Fugen.

Wäre das für Sie ok? Oder würden Sie sich insgeheim ständig über solche Fehlerchen ärgern?

Gerade wenn Sie ein kleiner (oder großer) Perfektionist sind, sollten Sie abwägen, wie wichtig das “Selber machen” für Ihr Badezimmer ist.

Oder ob Sie die nächsten 20 Jahre nicht vielleicht glücklicher wären, wenn alles fachmännisch und klasse aussieht – auch wenn Sie dafür Ihr Konto plündern müssten.

Vorsicht: Was für Sie gut genug ist, kann andere Leute abschrecken – zum Beispiel bei einem Hauskauf. Überlegen Sie daher genau, ob sich Profiarbeit nicht vielleicht doch lohnt, wenn Sie Ihr Zuhause in den nächsten Jahren verkaufen möchten.

Die Sache mit dem “Selber machen”

Ob im TV, in Magazinen oder im Web – überall wird gehandwerkt was das Zeug hält. Und es ist nur allzu verführerisch, sich mitreißen zu lassen.

Doch im Bad kann so einiges schiefgehen.

Schauen Sie deshalb im Vorfeld ganz genau, was für Sie machbar ist. Was Sie gerne machen möchten. Und wieviel Zeit Sie für Ihr Badprojekt übrig haben.

Erst dann entscheiden Sie sich. Und starten Ihr Badupdate – ganz nach Wunsch.


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