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Fugenloses Bad:
5 Ideen mit & ohne Wandfliesen

Glatte Wand statt Gittermuster.

Wandgestaltungen abseits von "Fliese plus Fuge" sind gefragt, entweder fürs komplette Bad oder einzelne Teilbereiche.

Ein Grund: Das schlechte Image der Badfuge.

Neu noch wunderschön, lagern sich mit der Zeit Rückstände an, die sich irgendwann kaum noch entfernen lassen.

In kleinen Bädern wirken Gittermuster zudem oft beengend, während fugenlose Wände Räume optisch strecken.

Welche Alternativen für Bad und Dusche es gibt?

Zeigt allen Neugierigen unsere TOP 5 der fugenlosen Badgestaltung:

Idee 1: Fliesen "auf Stoß"

Dass ein Bad ohne Fugen nicht automatisch ein Bad ohne Fliesen sein muss, zeigt unser erstes Beispiel:

Die Wandgestaltung, bei der die Fliesen "auf Stoß" (auch "auf Knirsch") gelegt sind. Hier sind zwischen den Fliesen keine Fugen, lediglich am Rand gibt es Dehnungsfugen aus Silikon.

Bad mit großformatigen Fliesen

Duschwanne & Waschtisch: Kaldewei

So lassen sich die Vorteile der Fliese nutzen, ohne die Nachteile der Fuge in Kauf nehmen zu müssen:

  • Die Farbgestaltung "ohne Gitter" lässt Ihr Bad größer und ruhiger wirken
  • Die glatten Wände fühlen sich angenehm an
  • Die Fliesen nutzen nicht ab
  • Ohne Zwischenräume kann sich kein Schmutz ansammeln
  • Das Putzen geht schnell und einfach

Soweit die Vorteile.

Doch Fliesenwände ohne Fugen sind auch tricky - beachten Sie daher unbedingt:

  1. Das Format
    Fliesen auf Stoß funktioniert nur mit großformatigen Wandfliesen, ein guter Richtwert ist eine Breite von etwa 60 Zentimetern.
  2. Die Kalibrierung
    Die Fliesen müssen kalibriert sein, das heißt, sie werden nach dem Brennvorgang exakt auf ein vorgegebenes Maß geschnitten. Und haben eine 90° Kante.

Idee 2: Verputzte Wände

Hinter diesem Begriff verbergen sich Wandgestaltungen mit jeder Art von Putz.

Alle modernen Putzoberflächen gehen auf antike Kalkputze zurück, die in ihrer einfachsten Form aus Kalk, Sand und Wasser bestanden. Wie damals werden Putze feucht auf die Wand aufgetragen und erhärten dort zu einer festen Oberfläche.

Ihre Vorteile gegenüber gefliesten Wänden:

  • Farben und Strukturen machen tolle Effekte möglich
  • Die Wände fühlen sich sehr angenehm seidig an
  • Putze sind auf so gut wie jedem Untergrund möglich, auch auf alten Fliesenwänden

Und welcher Putz soll es nun genau sein? Das hängt von Ihrem Geschmack und Ihrem Budget ab. Und davon, wie stark die verputzten Wände Spritzwasser und Reinigungsmitteln ausgesetzt sind.

Grundsätzlich unterscheiden sich Putze in "mineralisch" und "Kunstharz":

1. Mineralische Putze

Enthalten Bindemitel mineralischen Ursprungs, wie Kalk, Gips oder Zement.  

Pluspunkt bei mineralischen Putzen ist, dass sie die Feuchte aus der Raumluft aufnehmen und abgeben, ohne selbst feucht zu werden. Allerdings sind sie nicht alle gleichermaßen gut für Nassbereiche geeignet.

2. Kunstharzputze

Heißen ebenfalls nach ihrem Bindemittel, dem Kunstharz. Sie sind wasserabweisend und eignen sich gut für wasserdichte, reinigungsfreundliche und strapazierfähige Oberflächen im Bad.

Ihr Nachteil: Sie trocknen schwerer und sind somit anfälliger sind für Algen- und Pilzbefall. Teilweise enthalten Kunstharzputze daher Wirkstoffe, die Pilzsporen und Algen abtöten.

Von beiden Putzen das Beste bieten Oberflächen, die sowohl mineralische als auch Kunstharz-Komponenten enthalten - hier hilft Ihnen ein Maler-Fachbetrieb gerne weiter.

Noch keine Idee, wo Sie Ihren Handwerker herbekommen? Wir zeigen es.

Idee 3: Holz

Badezimmer mit Holzakzenten

Badserie: Cosmic "The Grid"

Nicht ganz billig, aber super behaglich: Holz.

Authentisch, ehrlich und natürlich bildet es immer einen angenehmen Kontrast zu weißer Badkeramik und glänzenden Metallarmaturen.

Zwei weitere Vorteile gegenüber Fliesen: 

  • Wärme: Holz fühlt sich auch bei niedrigeren Temperaturen immer angenehm warm an - genial, um darauf barfuß zu laufen
  • Raumakustik: Holz dämmt den Schall, so dass das Bad nicht so stark hallt

Wer Holz mag, kann also durchaus einen Holzboden oder eine Holzwand als Alternative zu Fliesen und Fugen in Erwägung ziehen.

Mehr Infos rund um Holz im Badezimmer lesen Sie auch in unserem Ratgeber.

Idee 4: Dekorplatten

Unsere vierte Alternative zur Fliese im Bad ist einer der beliebtesten Badtrends überhaupt:

Die Dekorplatte.

Großflächige Platten aus Aluminium, Acryl oder Glas (je nach Hersteller), die im Bad direkt auf die Wände geklebt werden. Und die sogar alte Fliesenwände verschwinden lassen.

Vor allem bei Teilrenovierungen, wie dem Einbau einer neuen Dusche sind fugenlose Duschrückwände sehr beliebt.

Ihre Vorteile:

  • Die Montage geht schnell, einfach und kostengünstig
  • Die Wände sind glatt, fugenfrei und damit super pflegeleicht
  • Die Auswahl an Dekoren und Mustern ist gigantisch, je nach Hersteller können sie sogar eigene Fotos auf die Duschrückwand drucken lassen.

Idee 5: Tapeten

Helles Bad mit gestreifter Tapete Koh-I-Noor

Badmöbel: Koh-I-Noor "Watson"

Mit Tapeten lassen sich spannende Effekte erzielen.

Das heißt, wer keinen Fugen-Look mag, von hässlichen Badfliesen ablenken oder sie sogar ganz überdecken möchte, liegt mit Tapeten im Badezimmer richtig.

Damit die Tapeten lange schön bleiben, sollten Sie alledings auf Folgendes achten:

  • Nur abwaschbare Feuchtraumtapete verwenden
  • Nie direkt im Spritzbereich tapezieren
  • Und möglichst nicht dort, wo Kinder mit Zahnpasta spritzen

Bonus-Tipp für (werdende) Eltern: In beanspruchten Bereichen lieber fliesen - zwar sparen abwaschbare Tapeten Geld, verzeihen aber auch keine Schmutzhände, Fußspuren oder Zahnpasta...

Bad ohne Fugen - darauf sollten Sie achten

Egal, ob Sie es schick finden, Kosten sparen möchten, Ihr Bad größer aussehen soll oder Sie einfach keine Lust auf Fugen-Schrubben haben - es gibt viele Gründe, sich für ein Bad ohne Fugen zu entscheiden.

Wichtig ist, sich vor dem Kauf gut zu informieren und sich beraten zu lassen zu Fragen, wie:

  • Welche Pflege braucht die Oberfläche?
  • Wie ist der Preis gegenüber gefliesten Flächen?
  • In welchen Badbereichen macht fugenlose Wandgestaltung wirklich Sinn.

Denn Fliesen kennen wir alle - fugenlose Wandbeläge im Bad dagegen sind vielen fremd.

Wir wünschen viel Erfolg und viel Spaß beim Bad einrichten!

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