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Küche planen und einrichten –
8 einfache Schritte zur Traumküche

Große Küche in Anthrazit von Villeroy & Boch

So geht Küchenplanung! Foto: Villeroy & Boch

Eine neue Küche braucht gute Planung – die Frage ist nur wie?

Lesen Sie in unserem Ratgeber, wie gute Küchenplanung funktioniert und was Sie tun können, damit Ihr “Projekt Küche” zum Erfolg wird.

Schritt 1: Inspiration

Entdeckt! Inspiration für die neue Küche.

Entdeckt! Inspiration für die neue Küche

Der einfachste Einstieg in die Küchenplanung ist der, sich erst einmal umzuschauen, was es so alles gibt – und was einem denn für die eigene Küche gut gefallen könnte.

Gute Ideen für Küchen finden Sie zum Beispiel hier:

  • Fahren Sie in Küchenausstellungen und gute Möbelhäuser und machen Sie Fotos von Küchen oder einzelnen Details, die Ihnen gut gefallen.
  • Schauen Sie online und speichern Sie schöne Bilder ab – zum Beispiel auf den Seiten der Küchenhersteller oder von Einrichtungsblogs (wie Emero Life)
  • Unterhalten Sie sich mit Freunden, Verwandten oder Nachbarn über ihre Küchen, fragen Sie, was ihnen an ihrer Küche gefällt und ob sie vielleicht ein Küchenstudio oder einen Schreiner empfehlen können
  • Checken Sie Einrichtungsmagazine, hier gibt es sehr häufig Specials zu neuen Küchen oder Kücheneinrichtung

Wichtig ist, dass Sie unverbindlich und kostenlos von anderen Küchen lernen. Und einen Überblick darüber bekommen, was geht und was ihnen gefällt.

Wie Sie das Beste aus Ihren Streifzügen herausholen?

Hier einige Anregungen:

  • Welcher Stil gefällt? Beispiele: Landhaus, modern, retro, zeitlos
  • Welche Form könnte gut in Ihren Raum passen? Welche ist praktisch? Beispiele: U-Form, L-Form, Kochinsel
  • Welche Geräte gibt es für die Küche? Was können sie (und was nicht)? Beispiele: Herd, Kochplatte, Kühlschrank
  • Welche Materialien gefallen – zum Beispiel für die Arbeitsplatte, für das Spülbecken, für den Boden oder die Schränke
  • Welche Stauraumlösungen finden Sie gut? Beispiele: Auszüge für Geschirr oder Töpfe, Apothekersschränke, Schubladen mit Besteckeinsatz
  • Welche Farben können Sie sich vorstellen?
  • Wie soll die Beleuchtung aussehen?

Zugegeben, Inspiration braucht ein wenig Zeit.

Doch Sie sollten sie sich nehmen, denn die Ideensammlung bereitet für den späteren Kauf bestens vor. Nutzen Sie daher jede Gelegenheit für Inspiration und freuen Sie sich, Ihrer Traumküche ein Stück näher zu kommen.

2. Budget

Ein wenig nüchterner als die Inspiration, aber nicht weniger wichtig ist die Budgetplanung. Sie bewahrt Sie davor, zu viel Geld für Ihre Küche auszugeben.

Legen Sie also im Vorfeld fest, was Sie für Ihr Projekt “Küche” insgesamt ausgeben möchten – also nicht nur für Küchenmöbel, Geräte und Co., sondern auch für die Dienstleistungen, wie Küchenplaner oder Schreiner.

Rechnen müssen Sie für eine Einsteigerküche mit etwa 5.000 Euro – nach oben sind wie immer keine Grenzen gesetzt.

In der Phase Budgetplanung legen sie außerdem fest, wie Sie diesen Betrag bezahlen:

  • Haben Sie das Geld komplett zur Verfügung, zum Beispiel aus einem Bausparvertrag?
  • Oder müssen Sie monatlich abbezahlen?
  • Wenn ja, wie lässt sich die Finanzierung regeln?

3. Wunschzettel

Gebäck auf einem Teller

Was tun Sie in der Küche am liebsten?

Wenn Sie wissen, was es gibt und was Sie ausgeben möchten, folgt Schritt 3: Der Wunschzettel.

Am besten setzen Sie sich dazu mit der ganzen Familie zusammen und machen eine Liste, was Sie sich für die neue Küche wünschen.

So sind sie bestens vorbereitet und können Ihrem Küchenplaner genau sagen, was Sie sich wünschen und warum.

Folgende Fragen bringen Sie auf die Fährte:

  • Welche Kochgewohnheiten haben Sie und welche Ausstattung brauchen Sie dafür? Beispiele: Gibt es eher einfaches, schnelles Essen? Oder wird jeden Tag für alle frisch gekocht? Kommen hin und wieder sogar ambitionierte Gerichte auf den Tisch?
  • Sind Kinder im Haushaltmuss die Küche besonders kindersicher sein?
  • Ist die Küche sehr klein? Oder besonders groß?
  • Backen Sie viel? Wünschen Sie eine besondere Ausstattung zum Backen, etwa einen Ofen mit speziellen Funktionen?
  • Möchten Sie in Ihrer Küche nur kochen oder auch essen? Wenn Sie dort essen – mit wie vielen Personen?
  • Wie spülen Sie gern? Reicht ein Einzelspülbecken oder ist ein Doppelspülbecken besser?
  • Was machen Sie außer Kochen/Backen und Essen noch in Ihrer Küche? Beispiele: Büroarbeiten, Hausaufgaben, Spielen, Fernsehen, Telefonieren – Welche Wünsche gibt es?
  • Wie viel Stauraum benötigen Sie? Was wollen Sie unterbringen? Und wieviel davon? Beispiele: Geschirr, Töpfe, Besteck, Lebensmittel, Tierfutter
  • Welche Extras gefallen Ihnen? Beispiele: Kochinsel, Heißwasserarmaturen
  • Was mögen Sie an Ihrer jetzigen Küche – und wollen Sie keinesfalls wieder haben? Beispiele: Armatur, Arbeitsplatte, Geräte

Die Erfahrung zeigt: Je mehr Entscheidungen Sie im Voraus treffen, desto einfacher bleiben Sie im Budget. Impulskäufe sind meist teurer.

Mehr Tipps zum Sparen? Hier: Neue Küche – 11 clevere Ideen, wie Sie Kosten sparen.

Schritt 4: Fotos und Skizzen

Skizze von einem Raumplan

Wie soll die Küche aussehen?

Wenn Ihre neue Küche an die Stelle einer bestehenden Küche treten soll, ist es ebenfalls eine gute Vorbereitung, Fotos vom jetzigen Zustand zu machen.

Mit solchen Bildern können sich die Küchenprofis später ein gutes erstes Bild vom Raum machen – aber auch von Ihnen und Ihrem Lebensstil.

Auch eine Skizze, wie man sich die neue Küche wünscht, ist ein prima Anhaltspunkt. Zeichnen Sie dazu die groben Umrisse, wie Sie sich die Anordnung der Möbel vorstellen.

Denken Sie dabei auch an Besonderheiten, wie Dachschrägen, Heizungen oder Elektroanschlüsse.

Schritt 5: Partnerwahl

Es klingt wie die einfachste Lösung: “Wenn ich alles selbst mache, ist es am billigsten.”

Bei der Küche ist dies jedoch nicht so.

Im Gegenteil: Profis können einem hier sogar viel Geld sparen – einfach deswegen, weil sie sich besser auskennen.

Unserer Empfehlung lautet daher: Suchen Sie sich die richtigen Profis für Ihr Projekt – ganz gleich, ob Sie Hilfe beim Gestalten brauchen, beim Aussuchen von Geräten, beim Aufbau oder bei allem zusammen.

5 Tipps für die Suche nach einem guten Küchenpartner geben auch wir Ihnen noch mit auf den Weg:

  1. Fragen Sie bei Freunden oder Kollegen, ob sie jemanden empfehlen können.
  2. Checken Sie Bestenlisten – zum Beispiel  “Die besten Küchenstudios in Deutschland” von der Zeitschrift Architektur und Wohnen
  3. Trauen Sie sich, auch kleinere Firmen oder Schreiner anzufragen. Nicht immer haben die großen Anbieter die besten Angebote.
  4. Sammeln Sie konkrete Vorschläge von verschiedenen Anbietern, so werden Preise vergleichbar.
  5. Achten Sie darauf, dass Sie Ihrem Gegenüber vertrauen – und dass Sie den Eindruck haben, dass es nicht nur ums Verkaufen geht.

Lesetipp: Wie Sie den richtigen Handwerker finden - 9 Tipps - hier, bei Emero Life!

Schritt 6: Detailplanung und Vertrag

Küche mit weißer Spüle von Villeroy & Boch

Spüle: Villeroy & Boch "Siluet"

Wenn der Partner gefunden ist, die Küche detailliert ausgemessen und die Vorgespräche beendet, kommt das, was viele Laien unter “Küchenplanung” verstehen: Der Detailplan.

Hier suchen Sie die ganze Küche Stück für Stück aus und stellen alles zusammen. Erst wenn alles passt, unterschreiben Sie den Vertrag. Vorher nicht.

Spar-Tipp! Sie müssen nicht alles beim Anbieter kaufen. Kleinere Details, wie Spülbecken oder Armaturen können Sie online auch günstiger kaufen. Sie sollten allerdings wissen, welche Teile für Sie die richtigen sind.

Dazu von uns folgende Ratgeber:

7. Vorbereitung

Je nachdem wie umfangreich Ihre Renovierung ist, kann es gut sein, dass Ihnen ein paar harte Wochen bevorstehen.

Denn eine Renovierung bedeutet nicht nur Lärm, Schmutz und fremde Leute in Ihrem Zuhause, viel schlimmer ist: Sie müssen auch ohne Küche leben.

Bereiten Sie sich daher gut vor und schauen Sie, wie Sie das Essen in dieser Zeit managen, ohne im Restaurant ein Vermögen ausgeben zu müssen.

Sie können zum Beispiel Kühlschrank, Mikrowelle und Kaffeemaschine in einen anderen Raum stellen und dort eine Ersatz-Küche einrichten. Und vergessen Sie das Abspülen nicht…

Spar-Tipp! Bevor Ihre alte Küche auf den Müll wandert, checken Sie, ob sich nicht mit den Geräten, Schränken oder Lampen noch ein Zuschuss erwirtschaften lässt – zum Beispiel über ebay oder die Lokalzeitung.

Schritt 8: Montage

Wenn die Handwerker anrücken, ist es endlich soweit! Jetzt werden Schränke und Blenden montiert, Geräte angeschlossen und Arbeitsplatten angepasst.

Bevor Sie aber die letzte Rate bezahlen und Ihre Lieben zum Essen einladen, nehmen Sie sich die Zeit für die Endabnahme. Gehen Sie mit Ihrem Vertragspartner noch mal Stück für Stück alles durch und notieren Sie gegebenenfalls, was noch gemacht werden muss.

Erst wenn Sie mit allem zufrieden sind, ist die Küche fertig.

Die harte Wahrheit über neue Küchen

Küche mit dunker Küchenspüle von hansgrohe

Spüle: Hansgrohe

Wir würden Ihnen liebend gerne erzählen, dass es ganz leicht ist, eine gute Küche zu planen.

Wir würden Ihnen auch gern sagen, dass Sie eigentlich nur in ein Küchenstudio gehen müssen, und alles ist gut.

Doch eine Küche gut planen, besteht nicht nur darin, Schränke und Geräte auszusuchen, eine Wandfarbe zu wählen und nette Deko aufzustellen.

Eine neue Küche ist mehr:

  • Nehmen Sie sich Zeit, um die Teile zusammenzustellen, die Sie wirklich brauchen und die Sie schön finden.
  • Schaffen Sie ein Zuhause, indem Sie die Küche auf Ihre persönlichen Gewohnheiten und die Ihrer Familie abstimmen.
  • Kreieren Sie ein praktisches Umfeld für alles, was Sie gern in Ihrer Küche tun.

Denn diese Dinge machen eine Traumküche wirklich aus.


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Bilder: Titelbild: Pixabay; Bild 3: adamr/Freedigitalphotos.net; Bild 4: Pixabay

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