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Raumluft natürlich befeuchten:
6 x Hilfe gegen trockene Heizungsluft

Kaum ist Winter, haben Sie trockene Haut, spröde Haare und einen kratzigen Hals?

Wahrscheinlich ist Ihre Raumluft zu trocken.

In geheizten Räumen sinkt die Luftfeuchtigkeit im Winter oft unter 30 Prozent - ein Wert, ab dem wir die Luft als zu trocken empfinden und wir uns nicht mehr wohlfühlen.

Was Sie tun können?

Verraten unsere 6 Tipps, wie Sie Räume natürlich befeuchten und das Raumklima verbessern.

6 Tipps gegen trockene Heizungsluft

6 Tipps gegen trockene Heizungsluft |Foto: GoodMoodPhoto / Fotolia.com

1. Messen Sie, wie trocken die Raumluft wirklich ist

Der erste und wichtigste Tipp.

Hygrometer

Hygrometer messen die Luftfeuchte |Foto: Pixabay

Denn nur bei tatsächlich zu trockener Luft sollten Sie auch die Räume befeuchten.

Ist die Luftfeuchte in Ordnung, sollten Sie sie keinesfalls weiter anfeuchten - sonst laufen Sie Gefahr, dass sich Nässe absetzt und Schimmel bildet.

Ein guter Durchschnitt ist eine Luftfeuchte von 45 Prozent - sinkt der Wert unter 30, ist die Luft zu trocken, über 50 ist sie zu feucht.

Ob Ihr Wert ok ist, messen Sie am einfachsten mit einem Hygrometer, erhältlich ab rund 10 Euro im Baumarkt. Es zeigt die Luftfeuchte zuverlässig an und Sie sind auf der sicheren Seite.

Weniger genau, dafür spannender ist das Hygrometer "selbstgemacht":

  • Füllen Sie ein Glas mit Wasser und Eiswürfeln
  • Lassen Sie es fünf Minuten in Ruhe
  • Reiben Sie eine Hand nun an der Außenseite des Glases
  • Ist keine Feuchtigkeit an der Hand, ist die Raumluft zu trocken

Weitere Tipps und Tricks rund um Feuchtigkeit zuhause - hier:

2. Begrünen Sie Ihr Zuhause

Geniale Luftbefeuchter: Pflanzen

Geniale Luftbefeuchter: Pflanzen |Foto: Pexels

Zimmerpflanzen sind geniale Luftbefeuchter.

Ihre Poren an der Blattunterseite geben Feuchtigkeit an die Raumluft ab.

Das heißt, wer sich ein feuchteres Klima wünscht, liegt mit Zimmerpflanzen genau richtig.

Und das sollten Sie beim Begrünen Ihrer Wohnung beachten:

  • Bevorzugen Sie große, tropische Pflanzen, die als natürliche Luftbefeuchter bekannt sind – wie Bambuspalmen, Goldfruchtpalmen oder Farne.
  • Stellen Sie Zimmerpflanzen in kleinen Gruppen zusammen – so profitieren sie gegenseitig von der Feuchtigkeit der anderen.
  • Wässern Sie regelmäßig und besprühen Sie die Blätter gegebenenfalls zusätzlich mit einer Blumenspritze.

Keine Sorge, Sie müssen keinen Regenwald aus Ihrer Wohnung machen. Schon ein paar Gruppen mit Zimmerpflanzen machen einen perfekten Job.

Welche Pflanzen zudem noch die Luft verbessern? 5 Kauftipps - hier.

3. Hängen Sie feuchte Kleidung auf

Statt draußen oder im Trockner, hängen wir die Wäsche drinnen auf.

So geben sie ihre Feuchte an die Raumluft ab.

Dabei gilt:

  • Wäscheständer dort aufstellen, wo die Raumluft sehr trocken ist
  • Wäsche am besten morgens aufhängen, um hereinscheinende Sonne zu nutzen
  • Fenster hin und wieder öffnen

Und wenn gerade keine Wäsche da ist? Hängen Sie ein paar feuchte Tücher vor die Heizung oder stellen kleine Teller mit Wasser darauf.

Wäsche drinnen aufhängen |Foto: Pixabay

4. Nutzen Sie den Dampf aus dem Badezimmer

Duschen und Baden macht feuchte Luft.

Und die können Sie bei sehr trockenen Räumen sehr gut für Ihr Raumklima nutzen:

Dabei reicht es, nach dem Duschen oder Baden die Badezimmertür zu öffnen und den Dampf in die Räume entweichen zu lassen.

Sie können auch mit offener Tür duschen, wenn es Ihnen dabei nicht zu kalt wird.

Doch Vorsicht: Gehen Sie im Bad immer auf Nummer sicher, lieber einmal zur trockene Räume als Schimmel im Haus.

Sie haben Fragen zum richtigen Lüften? 15 Antworten - hier.

5. ... und aus der Küche

Dampf aus der Küche nutzen |Foto: Pixabay

Strom sparen ist eine Tugend.

Jaja, wissen wir.

Aber nicht, wenn es um den Wohlfühlfaktor geht.

Und den können Sie mit offenen Töpfen auf dem Herd erhöhen, wenn die Raumluft zu trocken ist.

Also, Töpfe auf.

Und kein schlechtes Gewissen.

Denn in der Küche lässt sich auch auf andere Weise Strom sparen

6. Drehen Sie die Heizung runter

Trockene Luft? Heizung runter!

Trockene Luft? Heizung runter! |Foto: sasel77 / fotolia.com

Je mehr künstliche Wärme, desto trockener die Luft.

Denn das Erhitzen entzieht der Luft Feuchtigkeit.

Damit noch nicht genug, fühlt sich diese trockenere Luft für uns kühler an als sie ist - für viele von uns ein Grund, die Heizung noch mehr aufzudrehen.

Ein Teufelskreis.

Dem wir jedoch gut entkommen können - indem wir es zuhause lieber ein paar Grad weniger warm haben, dafür eine Kleidungsschicht zulegen.

Gute Richtwerte für Raumtemperaturen im Winter sind:

  • 20 bis 22 °C im Wohnbereich
  • 18°C in der Küche
  • 17 bis 18°C im Schlafzimmer
  • 22°C im Bad

Nachts können die Temperaturen etwa 4 bis 5°C kühler sein. Darunter sollten Sie jedoch nicht gehen, sonst laufen Sie Gefahr, dass sich Schimmel bildet.

Sie frieren oft? 11 Tipps & Tricks für ein wärmeres Zuhause

Feuchtere Luft ohne Luftbefeuchter

Sie sehen: Es sind kleine Dinge, die Sie gegen trockene Heizungsluft tun können, ohne einen Luftbefeuchter zu kaufen.

Kleine, kostengünstige Veränderungen, die mithelfen, das Raumklima zuhause verbessern, ohne die Luft zu dampfig werden zu lassen.

Wir wünschen noch einen gemütlichen Winter!

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