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Mit diesen 9 Tipps sparen Sie Strom in der Küche

40 Prozent.

So hoch ist der Anteil, der unsere Küche am gesamten Strom-Budget im Haushalt verschlingt.

Zum Kühlen, Gefrieren, Spülen und Kochen.

Wie sich Strom sparen lässt?

Zeigen unsere 9 Tipps, mit denen es gelingt, im Küchenalltag weniger zu verbrauchen.

Ohne dabei auf Komfort und Spaß zu verzichten.

1. Machen Sie den Deckel drauf

Topf mit Reis

Bei Reis - Deckel drauf| Foto: Pixabay

Töpfe mit geschlossenem Deckel verbrauchen bis zu einem Drittel weniger Energie als offene.

Der Grund:

Deckel halten die Wärme im Topf.

Die Speisen garen schneller und Sie können mit weniger Hitze kochen.

Sinn macht dies bei allen Speisen, bei denen die Feuchtigkeit im Topf bleiben darf, wie Eier, Nudeln, Reis oder Kartoffeln.

Auch Schmorgerichte oder Suppen, bei denen die Feuchtigkeit zum Garprozess beiträgt, können Sie mit Deckel kochen.

Andersherum gilt: Soll die Feuchtigkeit nicht im Topf bleiben, wie beim Reduzieren von Soßen,  lassen Sie - bei aller Energieersparnis - den Deckel weg.

Tipp! Kartoffeln und Gemüse nicht ganz mit Wasser bedecken, sondern Deckel drauf und im Wassedampf garen - so bleiben auch die Vitamine besser erhalten.

2. Nutzen Sie kleinere Küchengeräte

Je größer das Gerät, desto größer der Verbrauch.

Kleinere Geräte = kleinere Stromrechung

Kleinere Geräte = kleinere Stromrechung |Foto: Kzenon / fotolia.de

Klingt logisch, wenden wir nur beim Kochen erstaunlich selten an.

Da heizen wir statt des kleinen Toasters den kompletten Ofen auf, um ein einzelnes Brötchen aufzubacken. Oder bemühen die große Küchenmaschine statt des kleinen Handmixers.

Kurz überlegen kann Geld sparen:

"Welches Gerät erfüllt meine Aufgabe am sparsamsten?"

Dazu von uns einige Tipps:

  • Herdplatten garen sparsamer als Backöfen, da sie die Wärme direkter abgeben - ein Braten im geschlossenen Bräter gart auf der Platte deutlich günstiger als im Backofen
  • Schnellkochtöpfe sind die sparsame Alternative zu normalen Töpfen
  • Kochen Sie Wasser für Nudeln und Co. mit dem Wasserkocher und geben es erst dann in den Topf

Tipp für Viel-Wasser-Kocher: Die Heißwasserarmatur - mehr Infos dazu hier!

3. Vergessen Sie Vorheizen

Braucht starke Hitze: Pizza |Foto: Pixabay

Ein Standard-Backofen braucht etwa 15 Minuten, um auf 180°C vorzuheizen und verbraucht dabei in etwa für 8 Cent Strom.

Die Sie sich durchaus sparen können.

Denn Vorheizen ist bei vielen Gerichten gar nicht nötig - vor allem Fertiggerichte werden ohne Vorheizen meist genauso gut.

Sinnvoll ist Vorheizen alledings dann, wenn die Lebensmittel von Anfang große Hitze brauchen, um aufzugehen und eine krosse Kruste zu entwickeln - wie Pizza, Plätzchen oder Brötchen.

Tipp! Lassen Sie den Ofen während des Garvorgangs zu. So bleibt die Hitze drin – und die Stromrechnung klein.

4. Nutzen Sie Restwärme ...

Statt Kochplatte und Herd bis zum Ende voll aufzudrehen, regeln Sie sie vorher runter.

So nutzen Sie die verbliebene Wärme und die Gerichte werden trotzdem gar.

Tipp! Auch beim Bügeleisen lässt sich die Nachwärme nutzen – spart bis zu 15 Euro pro Jahr.

5. ... und möglichst wenig Töpfe

One Pot Pasta

Alles drin, in einem Topf |Foto: Pixabay

Denn am sparsamsten sind die Herdplatten, die Sie gar nicht erst einschalten müssen.

Das Maximum aus einem Topf mit Herdplatte holen Sie mit so genannten "One-Pot"-Gerichten.

Moderne Eintöpfe, bei denen Nudeln, Fleisch, Soße und Gemüse in einen Topf gegeben und dort zusammen gegart werden.

Dauert meist nicht länger als das Nudelkochen selbst, spart aber jede Menge Strom und Wasser.

Und hat einen köstlichen Nebeneffekt, da sich alle Aromen optimal miteinander verbinden und eine extrasämige Soße entsteht.

Tipp! Sparsam kochen geht auch hintereinander - indem Sie in ein und demselben Topf erst die Nudeln, dann die Soße machen.

6. Schonen Sie Ihren Kühlschrank

Der Kühlschrank ist 24/7 für Sie da - und verbraucht in der klassischen Kühl-Gefrier-Kombination etwa für 14 Cent Strom am Tag.

Schonen Sie Ihren Kühlschrank

Schonen Sie Ihren Kühlschrank |Foto: ambro / freedigitalphotos.net

Standort, Inhalt und unser Verhalten können diesen Stromverbrauch positiv wie negativ beeinflussen.

Entscheidend dabei: Der Kompressor, dessen Aktivität wir als das typische Kühlschrank-Brummen wahrnehmen. Es gilt: Je seltener der Kühlschrank brummt, desto weniger Strom wird verbraucht.

Und so klappt's mit dem sparsamen Kühlschrank:

  • Stellen Sie ihn an einem kühlen Platz auf, ohne direktes Sonnenlicht und weit weg vom Ofen.
  • Lassen Sie die Kühlschranktür nie länger offen als nötig.
  • Packen Sie den Kühlschrank nicht zu voll, etwa 2/3 Befüllung ist optimal.
  • Eine Innentemperatur (mittleres Fach) von 6 bis 7°C reicht für die allermeisten Lebensmittel aus, gehen Sie nur in Ausnahmefällen darunter
  • Stellen Sie keine warmen Sachen in den Kühlschrank, sondern warten Sie, bis sie Zimmertemperatur haben.
  • Kühlen Sie nur Lebensmittel, die wirklich in den Kühlschrank gehören. Kartoffeln, Tomaten oder Zwiebeln gehören nicht dazu.
  • Tauen Sie Gefrorenes im Kühlschrank auf. Es kühlt beim Abtauen Ihren Kühlschrank und spart somit Energie.

Tipp! Gefrorene Lebensmittel vor dem Kochen möglichst komplett auftauen (falls nicht ausdrücklich anders empfohlen). Halb gefroren brauchen Fisch, Hähnchen und Co. einfach länger, bis sie gar sind.

7. ... und spülen Sie sparsam mit der Spülmaschine

Zugegeben.

Muskelkraft kann in der Küche manchen Strom-Cent sparen. Hier die Kaffeebohnen mahlen, dort mit dem Messer statt mit der Maschine schnippeln.

Gläser in der Spülmaschine

Sparsam spülen dank Spülmaschine |Foto: Pixabay

Eins ist mit per Hand jedoch definitiv teurer: Spülen.

So kostet ein 50°C-Eco-Spülgang mit einem aktuellen Geschirrspüler inklusive Spültab und Abwasser rund 30 Cent. 15 Minuten von Hand zu spülen dagegen rund 50 Cent.

Wenn Sie jeden zweiten Tag die Spülmaschine anwerfen, kommt so im Jahr eine Ersparnis von 36 Euro zusammen - und bequemer ist es auch noch.

Wie Sie Ihre Spülmaschine sparsam nutzen?

  • Laden Sie die Maschine immer voll, aber nicht zu voll - Teller, Tassen und Töpfe sollten sich nicht berühren
  • Nutzen Sie das 50°C-Sparprogramm - dauert zwar länger, bringt aber was
  • Wenig verschmutztes Geschirr wird auch mit dem Kurz-Spülgang sauber
  • Reinigen Sie die Maschine einmal im Monat bei 60°C um Ablagerungen zu entfernen
  • Trainieren Sie die Sensoren in der Maschine hin und wieder mit dem Automatikprogramm
  • Füllen Sie regelmäßig Salz nach - es baut Kalk ab und die Maschine bleibt länger intakt

Und vergessen Sie Vorspülen, das kostet nur unnötig Nerven und Zeit.

8. Energiesparen mit dem Durchlauferhitzer

Einen kurzen Blick werfen wir nun noch auf die Warmwasserversorgung.

Diese befindet sich in den meisten Küchen unter dem Spültisch, nennt sich Durchlauferhitzer und kann Ihnen im Jahr einig Euros an Strom sparen.

Und das gilt es bei der Warmwasserversorung zu beachten:

  • Wenn Durchlauferhitzer, dann elektrisch - denn im Gegensatz zu hydraulischen Geräten machen elektrische Durchlauferhitzer nie mehr Wasser heiß als nötig
  • Außerdem lässt sich die Wunschtemperatur gradgenau eingeben, was das Zumischen von kaltem Wasser spart
  • Wer einige Stunden kein warmes Wasser braucht, schaltet das Untertischgerät einfach aus

9. Halten Sie Ihr Küchenzubehör sauber

Legomännchen mit Besen

Hygiene spart Strom |Foto: Pixabay

Eisschicht im Gefrierfach. Kalk im Wasserkocher. Essensreste in der Mikrowelle.

Unsaubere Geräte sind nicht nur unhygienisch, sondern auch echte Stromfresser.

Hätten sie zum Beispiel gedacht, dass der Stromverbrauch im Eisfach pro 5 Millimeter Eis bereits um 30 Prozent steigt?

Und auch eine schmutzige Mikrowelle braucht mehr Energie, weil sie nicht nur die Speisen, sondern auch die Essensreste drumherum erwärmt.

Wer Strom sparen will, sollte daher seine Küchengeräte so sauber wie möglich halten – außen wie innen.

Und jetzt … ausprobieren

Sie müssen keinen neuen Kühlschrank kaufen, um Strom zu sparen.

Sie müssen auch kein ungetoastetes Toast essen.

Alles, was Sie tun müssen, sind kleine Gewohnheiten in Ihren Alltag zu integrieren - wie zum Beispiel den Deckel auf die Nudeln zu machen.

Und schon beginnt Ihre Küche, Energie zu sparen.

Für eine Stromrechnung, die Sie lächeln lässt.


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Tags: sparen , Tipps
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