emero.de

Was kostet ein neues Badezimmer?

Zugegeben.

Eigentlich wissen wir gar nicht, was ein Bad kostet.

Weil Bäder einfach immer anders sind.

Ebenso könnte man fragen, was ein Auto kostet. Ein Urlaub. Oder ein Haus.

Doch keine Sorge, es gibt Richtwerte.

Und es gibt Kostenfaktoren, die ein Bad billiger oder teurer machen.

Beides schauen wir uns jetzt genauer an.


Rechnen Sie mit 3.000 Euro pro Quadratmeter

Es ist zwar nur ein Richtwert, doch in etwa können Sie mit 3.000 Euro pro Quadratmeter für ein “normales” Komplettbad rechnen.

Inklusive professioneller Beratung, Planung und Umsetzung.

Ein durchschnittlich großes Bad von 6 bis 8 Quadratmetern kostet also in etwa 18.000 bis 24.000 Euro.

Puh. Eine ordentliche Hausnummer.

Doch es geht auch billiger. Und natürlich teurer.

Lesen Sie in unserer Übersicht, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen:


7 Faktoren, die Bäder billiger oder teurer machen

Kostenfaktor #1: Badezimmer-Größe

Gäste-WC von Laufen "VAL"

>3 m² = Minibad |Foto: Laufen "VAL"

Die Größe des Badezimmers ist einer der wichtigsten Kostenfaktoren.

Je größer der Raum, desto mehr gibt es zu tun.

Und auch der Materialbedarf steigt.

  • So bekommen Sie in ein Minibad unter 3 m² (der typischen Gästetoilette) gerade einmal ein WC und einen Waschtisch hinein.
  • Platz für eine Dusche und /oder eine Badewanne bieten standardgroße Bäder, die in etwa bei 6 m² bis 10 m² liegen
  • Größere Bäder als 10 m² liegen in der Komfortklasse, hier passen große Duschen, freistehende Badewannen und weitere Extras hinein


Kostenfaktor #2: Vorarbeiten

Ein Punkt, den Laien oft unterschätzen.

Denn bevor manch Traumbad Wirklichkeit werden kann, braucht es erst einige Vorarbeiten - schließlich geht es um Hygiene und Sicherheit.

Einige Beispiele:

  • Demontage und Entsorgung der alten Badausstattung (Richtwert: ca. 350 € netto pro Quadratmeter)
  • Installation neuer Leitungen, Rohre und Elektrik – vor allem in Altbauten ein häufiger Kostenfaktor
  • Update der Warmwasserversorgung – wenn zum Beispiel von Durchlauferhitzern auf zentrale Wasserversorgung umgestellt wird
  • Vorbereitung von Boden und Wänden für neue Fliesen oder die Fußbodenheizung
  • Update von Lüftungsanlagen bei innenliegenden Badezimmern

Kostenfaktor #3: Ausstattung

Duravit Waschtisch mit Unterschrank

Duravit "Durasquare"

Dritter wichtiger Kostenfaktor ist die Qualität der Ausstattung.

Wer eine hochwertige, langlebige Badausstattung möchte, muss dafür tiefer in die Tasche greifen als für einfache Teile.

Vorsicht, übertriebene Sparsamkeit: 

Sie werden Ihr neues Badezimmer in den nächsten 15 bis 20 Jahren jeden Morgen betreten und für rund 40 Minuten am Tag benutzen

Das macht ... bei einer durchschnittlichen Badezimmer-Lebensdauer von 18 Jahren ... mehr als 4.000 Stunden.

Mit welchen Kosten Sie für die Ausstattung kalkulieren sollten?

Diesen hier:

  • 330 bis 350 Euro pro Quadratmeter für eine Standardausstattung
  • 500 bis 570 Euro pro Quadratmeter für eine gehobene Ausstattung
  • ab 700 Euro pro Quadratmeter für eine Premiumausstattung

Woran Sie keinesfalls sparen sollten? Unser Blogpost "Smarte Badrenovierung" verrät's!


Kostenfaktor #4: Fliesen

Eine weitere wichtige Rolle für den Preis spielen die Fliesen.

Sowohl deren Materialien und Formate, als auch deren Menge und Anordnung.

Hinzu kommen Verbrauchsmaterialien, wie Spachtelmasse, Silikon sowie eventuelle zusätzliche Malerarbeiten.

Ob Sie Ihr neues Badezimmer mit einfachen, großen Keramikfliesen ausstatten oder mit edlen Steinzeugfliesen kunstvoll schmücken, macht im Preis einen großen Unterschied.

So können für Fliesenlegen und Malerarbeiten im kleinen Bad schnell Kosten von 2000 bis 5000 Euro entstehen.

Lieber doch eine andere Wandgestaltung? Gern:


Kostenfaktor #5: Badbeleuchtung

Badbeleuchtung 2021 ist ein Mix aus dekorativem und funktionalem Licht.

Sie gut zu planen und mit den passenden Leuchten umzusetzen?

Kostet.

Vor allem in älteren Bädern - denn komplexe Badbeleuchtungen gab es schlichtweg früher nicht.

Zu Buche schlagen daher in erster Linie Arbeiten an der Elektrik - hier können Sie je nach Aufwand mit 70 bis 120 Euro pro Bad-Quadratmeter rechnen.

Bei den Badleuchten selbst ist dann - je nach Design und Qualität - von super-günstig bis extra-teuer alles drin.

Wie gute Badbeleuchtung geht? Unser Ratgeber erklärt's.


Kostenfaktor #6: Do-it-yourself-Anteil

Kostenfaktor Handwerker

Rechnet man alle Handwerkerleistungen für eine komplette Badsanierung zusammen, kommt man im Durchschnitt auf mindestens rund 150 Stunden.

Wer handwerklich fit ist - zum Beispiel mit Fliesen oder dem Einbau von Sanitärobjekten - kann diese Stundenzahl reduzieren und somit Geld sparen.

Doch auch hier gilt: Vorsicht.

Denn gerade im Bad kann falsches Heldentum fatale Folgen haben, die am Ende noch mehr Kosten verursachen.

Beschränken Sie daher Ihre “Do-it-yourself”-Aktivitäten ausschließlich auf Dinge, die Sie wirklich können, und überlassen Sie den Rest den Profis.

Noch unsicher?

Hier unsere Entscheidungshilfe: Badezimmer selbst renovieren: Ja oder Nein?


Kostenfaktor #7: Extras

Kommen wir nun zur Sonderausstattung – den Extras, die Ihr Bad besonders machen.

Und teurer.

Hierunter fallen zum Beispiel:


Ihr Preis fürs neue Bad

Sie sehen, die Kosten für ein Badezimmer setzen sich aus vielen kleinen Puzzleteilen zusammen und der tatsächliche Preis fürs neue Bad ist immer höchst individuell.

Die einzige Chance, den Preis für Ihren Badumbau zu bekommen, ist ein echtes Angebot. Am besten gleich zwei, drei oder mehr Angebote.


Hier geht's weiter:

Top Online-Shop Siegel